Auge im Sturm

Ein Auge in einem Sturm bedeutet in der Meteorologie ein nahezu windstilles Zentrum eines Wirbelsturmes. Ich finde, das beschreibt ganz gut meinen derzeitigen „Zustand“. Der große erste Sturm ist mit dem Umzug nach Magdeburg vorübergezogen. Es gab einige Sturmschäden zu verzeichnen wie ein abgebrochener Schrankschlüssel, ein falsch herum angebohrter Griff in der neuen Küche (ein Klassiker 🙂 ) und noch einige Kleinigkeiten. Aber ansonsten hat alles prima geklappt. Meine neue Küche ist ein Traum inklusive Spülmaschine und bis auf eine sind auch schon alle Kisten ausgepackt. Einige Bilder an den Wänden fehlen noch, aber insgesamt fühle ich mich sehr wohl dort!

Komplett windstill ist es in meiner Sturmmitte nicht, denn ich pendel noch regelmäßig nach Berlin. Dennoch komme ich endlich mal etwas zu Ruhe, lerne meine neue Stadt kennen und hab auch wieder Zeit zum Stricken.

Der zweite Teil des Sturmes wird in Kürze erwartet, genauer gesagt am 1.10. wenn das Studium beginnt. Ich bin bereits immatrikuliert und stolze Besitzerin eines Studentenausweißes und eines Namensschilds. Und mit dem Anlegen meines Uniaccounts konnte ich dann auch einen Blick auf den vorläufigen Stundenplan erhaschen. Da steht viel an in den ersten Wochen und es wird bestimmt eine ziemliche Umstellung. Zum einen das frühe Aufstehen, das ich so ja gar nicht mehr gewohnt bin, zum anderen die voll gepackten Tagen mit viel Neuem. Auf dem Programm stehen Anatomie, Physik, Chemie, Berufsfelderkundung, medizinische Soziologie, Terminologie, Histologie und natürlich Präparieren.

Wie jeder Wetterfreund weiß, liegt in der Kraft des Sturmes auch eine gewissen Schönheit. Und so schaue ich mit Respekt aber auch mit viel Vorfreude auf die kommende Zeit. Ich werde Euch berichten!

Gute Neuigkeiten!

Endlich ist sie da, die Zusage zum Studienplatz! Lange drauf gewartet und zum Schluß doch noch ganz schön gezweifelt. Aber nun habe ich es schwarz auf weiß: Ich darf Medizin an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg studieren. Ich könnte nicht glücklicher sein! Jetzt gibt es auch wieder mehr zu schreiben auf dem Blog. Bis bald also!!!

Es geht voran!

Es tut sich was!!! Seit gestern weiß, dass ich die Wohnung bekomme, die ich mir vor einiger Zeit in Magdeburg angeschaut habe. Ich freu mich so, dass das so komplikationslos geklappt hat.
Es ist die perfekte Studentenbude und ganz in der Nähe der Uni. mein Vorsatz ist ja, mit dem Rad zur Uni zu fahren.
Jetzt heißt es aufräumen und aussortieren, denn die neue Bleibe ist doch deutlich kleiner als die jetzige. Und ich muss mir eine Küchenzeile besorgen, denn die fehlt auch noch. Andere Sachen dagegen habe ich schon, wie eine Spülmaschine (Danke, kleiner Bruder 🙂 ) und etliche Umzugskartons.
So langsam werde ich richtig aufgeregt, denn das Abenteuer rückt in greifbare Nähe!!!
Soviel für heute, muss weiter aussortieren 😉

Auf die Plätze, fertig, ….

los!!!! Nein, los geht es noch nicht ganz, aber alles befindet sich gerade im Modus „auf die Plätze“ 🙂

Gefühlsmäßig habe ich wieder mehr Boden unter den Füßen und obwohl mich manchmal noch heilige Ehrfurcht vor dem ganzen Projekt „Medizinstudium“ überkommt, überwiegt nun die Aufregung und die Vorfreude.

Vor einigen Tagen hat das Bewerbungsportal „Hochschulstart.de“ für das Wintersemester 2015/2016 online ihre Pforten geöffnet und ich habe meine Bewerbung samt Zeugniskopien bereits abgeschickt. Nun heißt es bis zum 12. August warten, bis die Bescheide verschickt werden und ich weiß, ob es mit einem Platz in Magdeburg geklappt hat. Hat einer also eine Portion Geduld übrig, kann er sie gerne mir schicken. 😉

Da ich nicht die Studienplatz-Zusage abwarten kann, bis ich mir eine Wohnung suche, habe ich jetzt schon immer mal wieder online geguckt, was es denn dort so gibt. Und so konnte ich mir am vergangenen Donnerstag bereits die erste Wohnung anschauen. Sie hat mir so gut gefallen, dass ich mich dafür beworben habe. Auch hier heißt es jetzt wieder abwarten… Jetzt versteht ihr sicherlich den „Auf-die-Plätze-Modus“ und warum es noch nicht so ganz losgeht.

Eine echte Ermutigung zwischendurch war es , dass ich über eine Facebook-Gewinnspiel ein Immunologie-Buch eines Fachverlages gewonnen habe. Also habe ich schon Fachliteratur, bevor ich überhaupt anfange zu studieren 🙂

Soweit zu all dem, was hier gerade so passiert. Ab nun halte ich Euch wieder mehr auf dem laufenden!

Still ist es geworden….

… nicht nur äußerlich hier bei mir seitdem ein Teil meiner Familie wieder sicher und wohlbehalten in Afrika ist.

Sonder auch hier auf dem Block, was zum großen Teil daran liegt, dass ich gerade mit einer großen Portion Zweifel bombardiert werde, ob das mit dem Studium so eine gute Idee ist. Zu viele Unbekannte darin, zuviel Risiko, dann die ganze Umzieherei… Ist es das wert?

Parallel dass ich versuche, all diese Fragen innerlich und äußerlich zu klären, lerne ich nach wie vor weiter. Und ich bin dankbar zu merken, dass ich wenigstens daran noch Freude habe. Wenigstens etwas…

Ich hoffe, bald wieder positiver gestimmt zu sein und Euch dann wieder spannendere Dinge berichten zu können.

Wollte mich nur zwischendrin mal melden…

…und in fünf Jahren rette ich Menschenleben

…so lautet der Untertitel des Buches „Studienführer Medizin“ von Saskia Christ. Und es ist zugleich der Satz, der mich zur Zeit am meisten beschäftigt. Diese Aussicht fasziniert mich und ängstigt mich gleichzeitig. Dazu später mehr…

Das Buch „Studienführer Medizin…und in fünf Jahren rette ich Menschenleben – was man wissen muss, bevor mStudienführer Medizinan Medizin studiert“ ist von der Anästhesistin Dr. med Saskia Christ geschrieben und 2014 im Eden Verlag erschienen. Es behandelt Themen wie Aufbau des Studiums, Praktika, Prüfungen, Finanzierung, Kommilitonen, Auslandsaufenthalte und vieles mehr. Witzige Begebenheiten aus dem Alltag des Studiums und der Klinik geben einen guten Einblick und haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich die 200 Seiten des Buches in nur drei Tagen ausgelesen hatte.

Für mich ist ja schon die Entscheidung gefallen, dass ich Medizin studieren möchte, aber dieses Buch hat mir noch mal so deutlich vor Augen geführt, was das beinhaltet. Werde ich den Herausforderungen des Studiums inklusive Umzug und allen Veränderungen gewachsen sein? Werde ich beim Lernen mit den jungen Studenten mithalten? Reicht die Kraft aus, auch später im Klinikalltag bestehen zu können? Ich bete, dass diese Zweifel und Fragen mich davor bewahren, eine arrogante Studentin zu werden und später dem Halbgott-in-Weiß-Komplex zu verfallen…

Gerade wegen dieser Fragen und Zweifel bin ich froh, dass ich dieses Buch gelesen habe und empfehle es hier gerne weiter.

Ihr lieben Medizinstudenten da draußen, die ihr schon mitten im Abenteuer steht, wie geht und ging es Euch mit diesen Fragen? Über Feedback würde ich mich freuen!

House Medizin

House MedizinHeute möchte ich Euch ein weiteres Buch vorstellen, das ich schon vor einer ganzen Weile zuende gelesen habe: „House Medizin“ von Jürgen R. Schäfer, erschienen 2012 im Wiley-VCH Verlag, 296 Seiten.

Wer kennt sie nicht, die Serie Dr. House (im englischen Original „House, M.D“., ab Staffel 2 nur noch „House“). Auf Grundlagen dieser amerikanischen Serie hat der Marburger Professor  Dr. med. Jürgen R. Schäfer eine Unterrichtsreihe für seine Studenten konzipiert, die inzwischen weit über die Grenzen von Marburg hinaus bekannt geworden ist. Und er hat darüber dieses Buch geschrieben: „Dieses Buch soll den Versuch unternehmen, diese überaus erfolgreiche Arzt-Serie auf ihre strikt medizinischen Inhalte zu durchleuchten und auf einige spezielle medizinische Aspekte und Zusammenhänge aus der Sicht eines gestandenen Mediziners und bekennenden >>Dr. House<<-Fans (…) hinzuweisen“ (Zitat aus der Einleitung des Buches, seite 12, 1. Absatz)

An diesem Buch hat mir besonders gefallen, dass sich der Autor viel Zeit genommen hat, um Dr. House, sein Verhalten als Arzt und sein Team zu analysieren. Außerdem ist er der Frage nachgegangen, inwieweit das Fernsehen als Instrument des Lernens dienen kann. Neben einer sehr ausführlichen Übersicht über die vorkommenden Krankheiten in den einzelnen Episoden (macht knapp ein Drittel des Buches aus) gibt es noch eine Auflistung der Medikamente die in der Serie vorkommen, das Kapitel „Unappetitliches bei >>Dr. House<<“ (keine Erklärung nötig 🙂 ), eine Auswahl an Zitaten und vielen mehr.

Zum Schluss eines meiner Lieblingszitate :

  • Foreman: „Der Junge saß gerade an seiner Matheprüfung, als Übelkeit und Desorientierung eingesetzt haben.“ – House: „Das ist typische für Mathematik.“

Mehr zum Schmunzeln gibt es im Internet unter http://www.zitate-db.de/dr-house.html

Anatomie Malatlas

Jetzt sind sich meine Nichten T. und E. sicher: Ihre Tante ist komplett übergeschnappt! Kauft die sich doch von ihrem wertvollen Weihnachtsgeld ein Buch zum Lernen! 🙂

Und das stimmt. Nicht, dass ich übergeschnappt bin, sondern dass ich mir ein Buch gekauft habe: der Anatomie Malatlas von Wynn Kapit & Lawrence M. Elson aus dem Pearson Verlage. Es ist also wirklich was zum Lernen, aber auch was zum Spaß haben. Denn wie schon der Titel verrät, gibt es zu jeder Seite eine genaue Anleitung, wie die verschiedenen Strukturen zu kolorieren sind. Insgesamt hat das Buch 370 Seiten (ich habe also noch richtig was zu tun) und unterteilt sich in 20 große Kapitel, die dann noch weitere Unterkapitel beinhalten. Für das Ausmalen hat es eine praktische Spiralbindung. Wer also ein visueller Lerntyp ist, für den ist das Buch echt genial.

Also kramt Eure Buntstifte raus und los gehts! Ich hab total Spaß dabei…

P.S.: Es gibt übrigens auch noch von anderen Autoren Malatlanten und auch noch zu anderen Themengebieten wie Physiologie oder Neuroanatomie. Wenn ihr also von Weihnachten auch noch einen Büchergutschein übrig habt…  😉

Anatomie Malatlas CoverIMG_2294

 

 

Frohe Weihnachten!!!

Liebe Familie, liebe Freunde!

Während ich schon bei meinen Eltern sitze und alles emsig für den Heiligen Abend vorbereitet wird, bleibt mir noch ein wenig Zeit, um Euch diese Zeilen zu schicken. Ich wünsche Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachten und fröhliche Festtage. Habt eine friedliche Zeit miteinander.

Ganz besonders danken möchte ich allen, die dieses Weihnachten arbeiten müssen. Vielen Dank für Euren Dienst!!!

Herzliche Grüße,

Eure Daniela

Weihnachtsmarkt in Magdeburg

Eine Weile schon hab ich ja nichts von mir hören lassen. Das liegt daran, dass mein Bruder Stephan mit gesamter Familie zur Zeit aus Afrika hier auf Heimaturlaub ist und ich jede Sekunde mit ihnen genieße.

Gestern allerdings hat mich meine Freundin Katja eingeladen, mit ihr den Tag in Magdeburg zu verbringen und den dortigen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Und da sage ich natürlich nicht nein.

Und so ging es es gestern früh mit MeinFernbus los nach Magdeburg. Wir haben dem relativ schlechten Wetter (4 Grad und immer wieder etwas Regen) getrotzt und sind vom ZOB (der direkt am Hauptbahnhof liegt) aus zu Fuß in die Altstadt gelaufen, wo der Weihnachtsmarkt aufgebaut war. Und da dann kurz die Sonne durchkam haben wir vom Riesenrad aus einen herrlichen Blick über Magdeburg genießen können. Besonders gefallen hat uns der historische Teil des Weihnachtsmarktes, auf dem es auch viele Leckereien wie Lachs oder Thüringer Mutzbraten gab.

Da dann noch genug Zeit übrig war, haben wir uns noch auf den Weg zum Magdeburger Dom gemacht. Auf dem Rückweg goß es plötzlich wie aus Kübeln und wir haben uns in die Shoppingmall Allee-Center geflüchtet. Dort gibt es alle Geschäfte wie hier in Berlin auch und das macht die Aussicht auf den Umzug irgendwie leichter, weil schon Vertrautes dort ist 🙂

Nach einem letzten Rundgang über den wirklich schön beleuchteten Weihnachtsmarkt ging es abends dann mit dem Bus wieder zurück Berlin.

Danke, Katja, für dieses schöne Weihnachtsgeschenk und natürlich für den überirdisch hübschen und fantastischen Kühlschrankmagneten. 😉